Jugend

„Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll, so wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird.“ (Spr. 22,6)
 
Die Jugendzeit ist Blütezeit. Die Jugend ist oft radikal, idealistisch und tatkräftig. Bei den meisten Revolutionen der letzten Jahrzehnte stand hauptsächlich die Jugend an der Front. Soll es für eine Sache mit idealistischem Profil auf die Barrikaden gehen, machen oft junge Menschen mit.
 
Aber das Wort Gottes öffnet andere, ungeahnte Perspektiven für alle, die sich mit brennendem und ganzem Herzen engagieren, und etwas Positives in der Welt bewirken wollen!
 
Es ist wohlbekannt, dass in der jüdischen Tradition einen großen Wert auf Erziehung gelegt wird. Aber was es unter Erziehung genau versteht, ist nicht so bekannt.
 
Das hebräische Wort für Erziehung heißt „chinuch“. Das bedeutet nicht nur formale Schulbildung. Wörtlich bedeutet es «Weihung» und bezieht sich auf die Vorbereitung des Kindes auf das Leben, nicht nur für seinen Lebensunterhalt.
Das Kind soll Gottes Nähe bei den Eltern und in der Gemeinde miterleben und sich an ihnen ein Beispiel nehmen, damit es Gott vertraut und sich in allen Lebenssituationen an Gott wendet.
 
Jeden Samstag während des Gottesdiensts (auch unter der Woche nach Absprache) treffen wir uns mit unseren Jugendleitern, um eine gemeinsame Zeit zu verbringen.
 
In jeder Jugendstunde hören wir von Gott und den wundervollen Taten, die Er vollbracht hat. Beim gemeinsamen Bibellesen sprechen wir über interessante Geschichten.
 
Wir bereiten die Jugendlichen auch für die traditionelle jüdische Zeremonie – Bar Mitzwah und Bat Mitzwah – vor, und feiern nachher zusammen in der Gemeinde.
 
Ein ebenso zentraler Punkt in unserem Leben ist das gemeinsame Singen und Gebet sowie Bibellesen.
Gemeinsam Neues entdecken, Gott im Alltag erfahren, faszinierende Entdeckungen machen, Gemeinschaft erleben…
 
„Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für all das vor Gericht ziehen wird.“ (Pred. 11,9)